Adventskalender 8. Dezember 2017
Eine verschneite rote Bank mitten in einer malerisch verschneiten Landschaft… Im Sommer komme ich an kaum einer Bank vorbei, und muss mich unbedingt darauf setzten, um die Gegend auf mich wirken zu lassen. Aber wenn es so eisig ist, dann verzichte ich gerne aufs Probesitzen, und belasse es lieber dabei, mich an dem malerischen Bild zu erfreuen.

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Adventskalender 7. Dezember 2017
Durch diese hohle Gasse muss er kommen,
Es führt kein andrer Weg nach Küssnacht –
Hier vollend ich’s –
Die Gelegenheit ist günstig.
Ich bezweifle, dass die Gasse bei Schillers Wilhelm Tell auch so verschneit war, aber bei diesem Bild kommen mir eben diese Zeilen unweigerlich in den Sinn…

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Adventskalender 6. Dezember2017, Nikolausi!
Ich mag den Schnee so gerne!
Wie in jedem Jahr hoffe ich auch diesmal wieder auf weiße Weihnachten, oder wenigstens auf einige verschneite Tage in diesem Winter.
Und damit Frau Holle das auch sicher weiß, habe ich ihr ein Schild gemalt, dass sie es doch bitte schneien lassen soll.
Ein ähnliches Schild, allerdings aus Holz hängt an der Bank draußen vor meiner Haustür. Also, ich habe getan, was ich konnte…

Ans Fenster kommt und seht,
was heute vor sich geht.
Es kommt vom grauen Himmel
in dämmerndem Gewimmel
der erste Schnee herab.
Die Flocken, auf und ab
wie Schmetterlinge fliegen sie,
wie weiße Blätter wiegen sie
in leichten Lüften sich …
Hurra! Wie freu ich mich!
Nun lasst uns gleich mal sehen,
wo unsere Schlitten stehen,
der große und der kleine,
der meine und der deine!
Mariechen zieh den Mantel an!
Da draußen gibt es Schlittenbahn.
Heinrich Seidel
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Adventskalender 5. Dezember 2017
Das heutige Bild zeigt einen in Mitteleuropa eher seltenen Weißrückenspecht, der die letzten Zieräpfel vom Baum nascht, bevor sie in Schnee und Frost gänzlich verderben. Ich freue mich immer sehr über die Vögel, die auch im Winter ihre Nahrung in meinem Garten finden. Ich lasse viele Stauden und Fruchtstände als Nahrung für sie über den Winter stehen, und zusätzlich richte ich einige Futterplätze ein, an denen besonders an kalten Tagen ein reges Treiben herrscht.

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Adventskalender 4. Dezember 2017
Schlittschuh fahren!
Natürlich auf Natureis.
Aufgewachsen bin ich in der Nähe des Dobersdorfer Sees, der damals noch regelmäßig im Winter zu fror. Wir schnallten dann die Schlittschuhe an, und legten lange Strecken auf dem Eis zurück. Immer mit so einem gruseligen Gefühl, weil wir uns des Wassers unter uns ständig bewusst waren… Und wenn das Eis dann noch ordentlich krachte, dann war das schon manchmal sehr beängstigend. Aber passiert ist uns nie etwas. Das schlimmste war eigentlich immer, nach dem Eislaufen die Schlittschuhe ausziehen, und in die ordentlich durchgekühlten Stiefel steigen zu müssen, die wir am Startpunkt zurückgelassen hatten.
Schon lange bin ich nicht mehr Eis gelaufen. Die Seen frieren nicht mehr zuverlässig zu, und mein einziger Versuch, auf Kunsteis zu laufen, endete äußerst kläglich, denn wer Natureis gewohnt ist, der hat auf den glatten Flächen des Kunsteises so seine Mühe…

Gefroren hat es heuer
noch gar kein festes Eis.
Das Büblein steht am Weiher
und spricht zu sich ganz leis:
»Ich will es einmal wagen,
das Eis, es muß doch tragen.
Wer weiß!«
Das Büblein stapft und hacket
mit seinem Stiefelein.
Das Eis auf einmal knacket,
und krach! schon bricht’s hinein.
Das Büblein platscht und krabbelt,
als wie ein Krebs und zappelt
mit Arm und Bein.
»O helft, ich muß versinken
in lauter Eis und Schnee!
O helft, ich muß ertrinken
im tiefen, tiefen See!«
Wär‘ nicht ein Mann gekommen –
der sich ein Herz genommen,
o weh!
Der packt es bei dem Schopfe
und zieht es dann heraus,
vom Fuße bis zum Kopfe
wie eine Wassermaus.
Das Büblein hat getropfet,
der Vater hat’s geklopfet
zu Haus.
(1827) Friedrich Güll














