Sonntag, 15. Juli 2018
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Männer brauchen richtiges Feuer

Hallo Ihr Lieben,
der heutige Beitrag ist etwas textlastig. Das liegt einmal daran, dass ich Euch so einiges zu erzählen habe, und zum zweiten daran, dass ich für diese Geschichte keine wirklich passenden Fotos habe. Lediglich ein paar Garten- bzw. Pflanzenbilder werde ich zur Auflockerung einfügen.
Gestern am frühen Morgen beschäftigte ich mich eine Zeitlang damit, das Unkraut und den Moosbewuchs auf der gepflasterten Fläche auf unserer Einfahrt zu entfernen.
Das kennt Ihr sicher auch zur Genüge: Man hat eine wunderschön gepflasterte Fläche, und nach kurzer Zeit siedeln sich alle möglichen Kräuter und Moose in den Pflasterfugen an. Ich finde das nicht nur hässlich, nein, es führt leider auch dazu, dass der Boden bei Nässe schmierig und rutschig wird.
Also auf in den Kampf!
Aber wie wird man dieser Plage nun Herr?
Irgendwelche mehr oder weniger giftigen Substanzen, selbst Essig oder gelöstes Natron sind weil verboten natürlich tabu. Also probierte ich über die Jahre so manches aus: Mühsam auf den Knien rutschend wurden die Pflanzen mit einem alten Küchenmesser herausgeschabt, Stahlbürsten und Fugenkratzer kamen zum Einsatz…
Alles nicht der Weisheit letzter Schluss.
Ich begann bereits ernsthaft, an die Anschaffung eines dieser höllischen Geräte mit Propangasflasche und herausschießender Flamme zu denken, als mir ein sehr viel, nun sagen wir mal „weiblicheres“ Gerät begegnete: Ein Thermogerät, das seine Energie durch elektrischen Strom erhält, und dem Unkraut mit einem Hitzestrahl von bis zu 650 Grad Celsius zu Leibe rückt. Mit diesem Gerät wandere ich nun fleißig über meine gepflasterten Flächen, und befreie sie nach und nach von allem unerwünschten Bewuchs. Tja, und als ich nun gestern so selbstversunken an eben dieser Arbeit war, erschien ein älterer männlicher Nachbar, beäugte mein tolles Elektrowerkzeug, und äußerte sich ungefragt , dass diese Gerät ja wohl der absolute „Plünnkram“ wäre. Er hätte sich auch schon mal eines gekauft, und es nach einmaligem Gebrauch sofort weggeschmissen, weil das ja gar nichts getaugt hätte. Jetzt würde er mit einem Gas Abflammgerät mit „richtigem Feuer“ arbeiten. Das wäre schließlich das Einzig Wahre! Ja, antwortete ich, das hätte ich mir auch schon überlegt, mich aber dagegen entschieden, da ich keine Lust hätte, die schwere Flasche durch die Gegend zu tragen und ich wäre mit meinem Gerät recht zufrieden.
Der gute Nachbar ließ daraufhin seinen skeptischen Blick noch einmal über mein Grundstück schweifen, und erklärte dann, dass bei mir ja schließlich auch nur sehr wenig Unkraut wäre, und es deshalb wohl angehen könne, dass ich auch ohne richtiges Feuer auskäme…
Na, was denkt denn der, warum es bei mir so schier aussieht? Könnte es vielleicht ein, dass ich das mit meinem als Plünnkram beschimpften Thermogerät bewerkstelligt habe???
Kaum hatte ich dieses Gespräch sozusagen verdaut tauchte der nächste Nachbar auf, mit dem gleichen skeptischen Blick. „Was ist das denn?“ fragte er, „gar kein richtiges Feuer?“ Der Friedhofsgärtner, der hätte sich jetzt einen so tollen Wagen gekauft, der brennt Alles weg, so mit echter Flamme… Ja, ja erwiderte ich, so ein Wagen wäre für mein Grundstück doch wohl etwas überdimensioniert, und ich käme echt gut zurecht….
Nun frage ich Euch, was denken die sich eigentlich?
Sind 650 Grad Celsius per Hitzestrahl und ohne Flamme denn nicht genug, um einige Pflanzen umzubringen?
Ich glaube, die Sache verhält sich ganz anders: Männer brauchen eben echtes Feuer. Und das nicht nur bei der Unkrautvernichtung. Guckt Euch doch nur mal diese ganzen Grillfreaks an. Weber heißt das Zauberwort. Größer, heißer, teurer… Da laufen doch schon echte Wettkämpfe, wer in dieser Disziplin mit den größten Flammen punkten kann. Und natürlich so richtig mit Holzkohle, und Feuer eben. Die allein lebenden Frauen in meinem Umfeld schaffen sich während dessen in der Regel eher einen bequemen Gasgrill, oder einen Kontaktgrill an. Macht auch heiß, stinkt weniger und ist halt bequem.
Schon auffällig, oder?
Ob das genetisch ist?
Nun aber noch mal zurück zum Anfang, zu meine tatsächlichen Erfahrungen mit meinem Thermo- Unkrautvernichtungsgerät. Also, wie oben schon erwähnt ist es das bisher beste Mittel zur Unkrautvernichtung auf gepflasterten Flächen, das ich kenne. Ich will Euch aber auch nicht verschweigen, dass der Einsatz des Gerätes durchaus auch etwas mühsam ist. Der Hitzestrahl wirkt sehr punktuell nur auf einer begrenzten kleinen Fläche. Und man muss die einzelnen Stellen recht geduldig für ca. 15 bis 30 Sekunden behandeln, um auch tiefgründige Wurzeln zu erwischen. Auch kann es ein, dass ältere Pflanzen einer mehrmaligen Behandlung bedürfen, weil sie es doch schaffen, nochmals auszutreiben. Aber das stört zumindest mich wenig, weil die Anwendung recht bequem ist. Man steht rum, heizt den Boden, und kann die Zeit getrost zum Nachdenken nutzen, was ja durchaus auch von Vorteil ein kann, oder? Ach, und falls Ihr fragt, ob dies Werbung ist, und ob ich vielleicht für diesen Beitrag bezahlt werde, so versichere ich Euch, dass dies nicht der Fall ist. Ich erzähle hier einfach nur von meinen eigenen Erfahrungen, ohne jegliche Nebengedanken.
Und Ihr?
Wie pflegt Ihr die gepflasterten Flächen? Mechanisch, gar nicht, oder gibt es Bei Euch einen Mann, der den Dingen mit Feuer und Flamme zu Leibe rückt?

Verlinkt mit Gartenglück

Mok di dat kommodig,
Frauke


Weidenkätzchen

Boeuf Bourguignon

Neue Schilder

Mittwoch, 11. Juli 2018
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Weit, weit weg…

Andere Länder, andere Sitten, anderes Essen, und die Menschen sind auch anders… Meine China Reise ist mir noch immer sehr, sehr präsent, und gerade in den letzten Tagen muss ich ständig an die Erlebnisse dort denken. Was ist China doch anders als Europa, oder sagen wir anders als die mir bis dato bekannte westliche Welt! Sei es die Sechuan Oper, die wir besuchten, oder seien es die ganz normalen Menschen auf der Straße und auf den Märkten. Und was natürlich bekanntermaßen auch deutlich anders ist, das ist das Essen: Ich habe wirklich keine Ahnung, was das da oben für Köpfe sind. Man versicherte uns, es seien Kaninchen. Aber ich weiß ja nicht… die erschienen mir für Kaninchen doch recht winzig…
Und nein, ich habe diese Köstlichkeiten nicht probiert.
Ich habe leckere Dim Sum gegessen: Handgemacht, in den verschiedensten Variationen, und überaus lecker! Susi und ich haben uns vorgenommen, uns demnächst mal daran zu machen, Dim Sum selbst zuzubereiten. Ich denke, das wird erst im Herbst passieren, denn jetzt müssen wir das schöne Wetter draußen genießen, und wollen nicht stundenlang in der Küche stehen. Bei Zeiten werde ich Euch natürlich von unseren Dim Sum berichten.

Mok di dat kommodig,
Frauke


Heia Safari!

Stillleben mit Früchten

Bärlauchsalz und Bärlauchöl

Donnerstag, 5. Juli 2018
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Stillleben mit Früchten

In unserer Malgruppe wurde uns vor kurzem mal wieder eine schwere Aufgabe gestellt: Das Malen eines Stilllebens, und zwar nicht nach einem Foto, sondern nach einem Aufbau, den Mouna für uns arrangiert hatte. Auf einem Tischchen wurden verschiedene Früchte und Gefäße von ihr arrangiert, und wir bemühten uns, dieses so genau wie möglich auf unsere Leinwände zu malen. Man sollte nicht glauben, um wie viel schwieriger es ist, von dreidimensionalen Objekten abzumalen als von einem zweidimensionalen Foto. Es muss die Übertragung des Drei- in das Zweidimensionale sein, das es so schwierig macht, und dazu kommt dann noch die Veränderung des Lichtes und der Sitzposition, die man jeweils zum Arrangement einnimmt. Wir haben unsere Stillleben über einen Zeitraum von mehren Wochen angefertigt, und obwohl wir uns alle Mühe gegeben haben, unsere Tische und Stühle nicht zu verschieben, ist das Ganze ja kein statisches System, und kleine Verschiebungen sind unvermeidlich. Ja, und dann zu den Materialien, die gemalt werden sollten: Natürlich gab es wieder eine Glasschale. Eine ganz eigene Schwierigkeit…. Und habt Ihr schon einmal versucht, einen Kiefernzapfen zu malen? Dagegen war das Malen der Früchte vergleichbar einfach. Und mit den blauen Hortensien in der dunklen Galsvase bekam das Bild dann einen schönen Abschluss. Ach ja, habt Ihr Euch gewundert, warum die aufgebauten Früchte während der Wochen des Malens nicht schrumpelig oder schimmelig geworden sind, so verrate ich Euch hier noch ein kleines Geheimnis:
Die Früchte waren aus Plastik! 🙂

Verlinkt mit Paintparty Friday

Mok di dat kommodig,
Frauke


Herbstgirlande

Arboretum im Regen

Adventskalender 4. Dezember 2017

Donnerstag, 28. Juni 2018
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Impressionen aus China

Meine China Reise liegt nun schon einige Wochen zurück, deshalb wird es jetzt aber die allerhöchste Zeit, Euch noch einige Reiseimpressionen zu zeigen.
Sehr aufgefallen sind mir in China die vielen Gegensätze, die Land und Leute zeigen.
Da gibt es einerseinerseits die modernen Stadteile, mit Wolkenkratzern und exklusiven Geschäften, direkt neben den armen und nicht sehr ansprechenden alten Wohnvierteln. Hier zeige ich Euch zum Beispiel zwei unterschiedliche Ansichten von Shanghai. Unglaublich, wie unterschiedlich die Stadt auf den beiden oben gezeigten zeigten Bildern wirkt, oder? Und guckt mal hier: Ein Blick in das Hotel-Atrium im 340 Meter hohen Jin Mao Towers. Man kann dort im 88. Stock eine Aussichtsterrasse besuchen, und von da aus in das Atrium sehen, das im 53. Stock beginnt, und bis in den 87. Stock hinauf reicht. Oben auf der Aussichtsterrasse bemerkte ich übrigens, dass der Boden des Gebäudes hin und her schwankte. Erst dachte ich, das würde ich mir nur einbilden, ließ mir dann aber versichern, dass ein so hohes Gebäude schwanken muss. Aber es ist ein wirklich unheimliches Gefühl, wenn man sich auf einer schwankenden Terrasse in 340 Metern Höhe befindet, das kann ich Euch versichern. Und ganz in der Nähe dieses beeindruckenden Gebäudes entstand dann dieses Bild:
Kabelsalat!
So wie hier auf dem Bild sieht die Kabelverlegung in China übrigens überall aus.
Und noch mehr Gegensätze kann ich aufzeigen: Diesen uralten noch genutzten Trecker fotografierte ich in einem Dorf in Südchina, und einige Tage später fuhren wir mit 430 Sachen im Transrapid von Shanghai aus zum Flughafen. Ihr seht also, Vergangenheit und Zukunft liegen in China ganz, ganz dicht beieinander. Und auch das Essen dort ist, na sagen wir mal: Anders!
Aber dazu später, denn ich habe noch soooo viele Fotos und Geschichten aus China, die ich demnächst unbedingt noch posten muss.
Bis bald also.

Mok di dat kommodig,
Frauke


Feder gefunden

Zucker und Milch

Birnenlikör

Montag, 11. Juni 2018
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Gemalter Baum

Seit eh und jeh faszinieren mich Bäume. Fest im Boden verankert, in luftige Höhe strebend, schützend, kraftvoll, voller Energie, knorrig und zum Teil uralt. Und diese Faszination teile ich mit Sicherheit mit sehr, sehr vielen Menschen. Wen wundert es da, dass Bäume immer wieder, und zwar von Kindheit an zu meinen bevorzugten Malmotiven gehören?
Das hier gezeigte Exemplar malte ich mit Acrylfarben auf Leinwand, in einer Größe von 40 mal 60 Zentimetern. Der Baum wurde mit Kohle vorgezeichnet, und dann wurden die knorrigen Strukturen mit wenig Spachtelmasse aufgetragen. Nach dem Trocknen der Spachtelmasse wurden die verschiedenen Farben schichtweise aufgebracht. Erst danach wurden der blaue Hintergrund und die zarten Blätter hinzugefügt. Diese Bild entstand schon vor einiger Zeit, und hängt seit dem in meinem Wohnzimmer. Es gibt noch einige ältere Bilder, die ich noch nicht gezeigt habe, was ich aber nach und nach noch machen möchte.

Verlinkt mit Paintparty Friday

Mok di dat kommodig,
Frauke


Adventskalender 17. Dezember 2017

Es wird herbstlich

Chinesische Mauer