Donnerstag, 11. Oktober 2018
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Schätze von der Streuobstwiese

Bei uns im Dorf gibt es eine wunderschöne reich bepflanzte Streuobstwiese, auf der insbesondere in diesem Jahr unglaubliche Mengen von leckeren roten Äpfeln reif geworden sind. Ausgestattet mit meinem Korb brachte ich Äpfel von der Streuobstwiese nach Hause. Daraus entstand dann ein leckerer Apfelkuchen nach altem, ganz einfachem Rezept. Wollt Ihr das Rezept haben?
Hier ist es:
Ihr braucht
125 Gramm Butter,
125 Gramm Zucker,
eine Priese Salz,
3 Eier,
einen halben Teelöffel Zimt,
200 Gramm Mehl,
1/2 Tüte Backpulver
und natürlich Äpfel.
Die zimmerwarme Butter wird schaumig gerührt, Salz, Zucker und Zimt werden hinzugefügt und alles wird ordentlich durchgerührt, bis eine homogene Masse entstanden ist. Die Eier werden einzeln hinein gegeben und sorgfältig mit verrührt. Man siebt das Mehl und das Backpulver in den Teig und rührt auch dieses mit unter.
Die Äpfel werden geschält, geviertelt, das Kerngehäuse wird entfernt und dann schneidet man die Apfelviertel etwas ein, ohne sie jedoch ganz durchzuschneiden.
Die so vorbereiteten Äpfel werden kreisförmig auf den Teig gelegt, den man vorher in eine Springform gefüllt hat. Ich fette die Springform nicht, sondern ich spanne nur ein Stück Backpapier über den Boden. Das erleichtert es mir später, den Kuchen heil auf einen Teller oder eine Tortenplatte zu schieben.
Gebacken wird der Kuchen für ca. 45 Minuten bei 175 Grad Heißluft. Nach dem Abkühlen den Apfelkuchen noch mit Puderzucker bestreuen und dann mit frisch geschlagener Sahne genießen.

Verlinkt mit Freutag

Mok di dat kommodig,
Frauke


Ein Kranz aus lauter Rosen

Bäume im Schnee

Unsichtbarer Kuchen – Gateau Invisible

Donnerstag, 4. Oktober 2018
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Betonkerzen

Der Herbst ist da, und besonders nach diesen langen hellen Sommer auch die Zeit, in der man gerne eine oder auch mehrere Kerzen anzündet. Die Gelegenheit also, meine eigenen individuellen Kerzen zu kreieren und zwar als Verbundstoff aus Wachs und Beton. Irgendwo auf Pinterest habe ich solche, oder zumindest ähnliche Kerzen gesehen und war sofort begeistert über die tolle Optik. Die Herstellung der Kerzen ist denkbar einfach und die Materialien kosten auch nicht viel. Alles was man braucht ist Fertigbeton. Ich habe einen großen Sack Estrich von meinem Schatzi hergeschleppt bekommen, so dass ich mich mit den Betonarbeiten jetzt so richtig austoben kann… 😉 (Ihr werde also demnächst noch so einige Betonbeiträge von mir zu lesen bekommen.)
Dann braucht man Kerzenreste oder billige Kerzen zum Einschmelzen, Dochte und leere Dosen oder Kartons als Kerzenform. Diese Dochte habe ich für ganz kleines Geld im Bastelgeschäft erstanden. Die Füßchen sind praktisch zum genauen Einsetzen in die Form, und sie sind gewachst, was später das Anzünden der Kerze erleichtert. Als Kerzenform habe ich leere Getränkekartons verwendet, und eine runde Kekspackung aus Plastik, in der ich eine schöne Kerze mit drei Dochten gegossen habe. Man beginnt damit, dass die gewählte Form von innen mit etwas Speiseöl eingeölt wird, damit sich der Beton später wieder herauslösen lässt. In die eingefettete Form gibt man dann den angerührten feuchten Beton. Danach ist es Zeit, sich zu entscheiden, ob der Beton einfach als Sockel unten stehen bleiben soll, oder ob man ihn unregelmäßig oder schräg an den Seiten der Form ansteigen lassen möchte. Dazu schmiert man den Beton einfach etwas an den Rändern hoch, und stellt die Form evtl. auch schräg, wenn der Beton sehr feucht ist, und wieder zurückfließen will. Jetzt muss man mindesten bis zum nächsten Tag warten damit der Beton abbinden kann, bevor man daran gehen kann, zunächst die Dochte einzusetzen. Hier zeige ich den Beginn meiner großen Dreierkerze. Der Beton hat bereits abgebunden, und ich habe die Dochte mit einigen Tropfen geschmolzenem Wachs fixiert. Damit sie nicht umkippen, habe ich die etwas abenteuerlich anmutende Konstruktion aus lauter Schaschlikspießen aufgebaut. Bei kleineren Kerzen ist ein Zentriereisen nützlich, das ich zusammen mit den Dochten erstanden habe. Nachdem nun alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, kann man endlich das Wachs über einem Wasserbad schmelzen und dann über den Beton in die Form gießen. Etwas Wachs sollte man unbedingt zurück behalten, denn beim Abkühlen des Wachses bildet sich in der Mitte der Kuhle, die man später noch auffüllen kann.
Und wieder ist Geduld gefragt, denn erst wenn das Wachs wirklich abgekühlt ist, darf man sie endlich auspacken. Dazu schneidet man die Form am oberen Rand etwas ein und schält sie dann so etwa wie die Schale von einem hartgekochten Ei einfach von der Kerze herunter.
Und hier ist sie nun: Die fertige Betonkerze: Jede Kerze fällt ein wenig anders aus, was nicht unbedingt zu beeinflussen ist, und was mir besonders viel Spaß macht. Und natürlich ist auch der Farbgebung der Kerzen keinerlei Grenze gesetzt: Sehen die Betonkerzen nicht einfach großartig aus?
Ich hoffe, Ihr könnt meiner Anleitung folgen, und wünsche Euch nun viel Spaß, falls Ihr Lust bekommen habt, auch einmal  Betonkerzen zu gießen.

Verlinkt mit Freutag

Mok di dat kommodig,
Frauke


Zucker und Milch

Moosente in Herbst

Schmetterlinge am Mittwoch

Freitag, 21. September 2018
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Merkwürdigkeiten in der Zinkwanne

Erinnert Ihr euch an meine schöne Zinkwanne, die mir die letzten Jahre schon so viel Freude gemacht hatte? Nach dem letzten recht langen und auch kalten Winter hatte es meine treue Seerose leider nicht geschafft und war eingegangen. Beim Discounter gab es neue Seerosen (und noch diverse andere Teichpflanzen), also so überlegte ich nicht lange und kaufte dort Nachschub. Gespannt wartete ich auf die ersten Blätter und bitte, bitte auch Blüten. Tja, die Blätter ließen auch nicht lange auf sich warten, sahen aber ganz anders aus, als ich meine Seerosen in Erinnerung hatte. Immer mehr Blätter erschienen, aber keine einzige Blüte. Bis ich dann eines Tages diese kleine Merkwürdigkeit entdeckte: Eine rosa Blüte, hoch über dem Teich, und alles andere, als eine Seerose. Spontan dachte ich: „Huch, die sieht ja aus, wie Tiffy aus der Sesamstrasse!“
Und dann fiel es mir wieder ein, neben einer Seerosenpflanze hatte ich beim Discounter auch noch eine andere Pflanze mitgenommen, an die ich mich gar nicht mehr erinnert hatte. Kein Wunder, dass die Blätter so anders aussahen…
Und ganz klein und mickrig sind auch einige wenige Seerosenblätter gewachsen, ohne Blüte leider. Die arme Seerose war von „Tiffy“ wohl so sehr unter Druck geraten, dass sie zum Blühen nicht mehr in der Lage war. Aber wo wir gerade von einem Teich sprechen, da will ich Euch schnell noch meine neueste Errungenschaft zeigen: Diesen kleinen Frosch entdeckte ich bei Blume 2000. Und da ich Frösche irgendwie mag, musste der natürlich mit. Nachdem es gerade mal ein wenig geregnet hatte, finde ich das Fröschlein noch entzückender, als im trockenen Zustand.
Inzwischen sind übrigens alle Tiffy Blüten verblüht, lediglich Unmengen von Blättern wachsen im Zinkwannen Teich. Noch habe ich mich nicht entschieden, ob Tiffy bei mir ein dauerhaftes Asyl bekommt, oder ob sie ab dem nächsten Jahr zugunsten einer geliebten Seerosen weichen muss. Mal sehen, was der Winter so bringt. Viele Dinge erledigen sich dann ja von ganz alleine.

Verlinkt mit Gartenwonne

Mok di dat kommodig,
Frauke


Vogeltränke

Von kleineren und größeren Projekten

Adventskalender 15. Dezember 2017

Freitag, 14. September 2018
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Rosen- und Vanilleseife aus der eigenen Küche

Gestern habe ich wieder einmal Seife gegossen. Inspiriert hatte mich dazu das unglaubliche Angebot an wunderschönen Gießformen für Seife, und die bevorstehende Fertigstellung meines Badezimmers. Da war es doch unverzichtbar, auch eine schöne passende Seife für den neuen, leider immer noch nicht gelieferten Waschtisch zu kreieren. Der Waschtisch ist noch nicht da, aber wenigstens schon die neue Seife samt extra angeschaffter Seifenschale. Auch dieses Mal habe ich mich nicht an die echte Verseifung mit Natronlauge heran getraut, sondern habe wieder auf eine gekaufte Rohseife zurückgegriffen, die ich geschmolzen und aufgehübscht habe. Dabei habe ich mich überwiegend an das Rezept meiner Honig-Hafermehl-Seife gehalten, habe aber den Hafer diesmal weggelassen, und dafür ordentlich viel ätherische Öle für einen kräftigen Duft reingemischt. Und am meisten Spaß machen mir bei diesen neuen Seifen die schönen reliefartigen Formen. Sind die Muster nicht toll herausgekommen?
Die fertigen Seifen wurden einzeln in durchsichtige Tütchen verpackt und für die spätere Verwendung weggelegt, bis auf einige wenige, die verschenkt wurden.

Verlinkt mit Freutag

Mok di dat kommodig,
Frauke


Lachmöwe

Narzissen

Quiche mit Käse, Birnen und Nüssen

Donnerstag, 6. September 2018
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Malen mit der Sonnenenergie

Vor einiger Zeit bin ich im Internet auf den Sonnendruck gestoßen. Eine einfache Technik, um zum Beispiel Stoffe ohne den Einsatz von irgendwelchen Chemikalien mit interessanten Motiven zu bedrucken. Na ja, Drucken ist vielleicht nicht ganz richtig, aber seht selbst: Beim sogenannten Sonnendruck macht man sich die Kraft, oder vielmehr die Wärme der Sonne zunutze, um den Farbverlauf auf Stoffen zu steuern. Mit Farbe getränkter Stoff wird mit getrockneten Blättern oder ausgeschnittenen Motiven belegt und an einen warmen Ort gelegt. Das kann z.B. eine aufgeheizte Laube sein, ein sonniger Platz im Garten, oder ein Platz unter einem Fester. Hier beginnt die Farbe nun zu trocknen, wobei der Trocknungsvorgang unter den aufgelegten Blättern und Motiven verzögert wird. Und nun beginnt das Magische: Die Feuchtigkeit unter den Motiven wird mitsamt der Farbpigmente durch die trockenen Bereiche aufgesogen, wodurch die Bilder auf den Stoff übertragen, also sozusagen per Sonnenkraft aufgedruckt werden.
Und so bin ich bei meinen ersten Sonnendruck Versuchen vorgegangen: Ich kaufte über das Internet weiße unbehandelte Geschirrtücher zum Bemalen. Diese wurden zunächst gewaschen, denn man kann ja nie sicher sein, ob sie vielleicht mit irgendwelchen Stoffen behandelt wurden, die ein Einfärben später erschweren. Anschließend wurden sie sorgfältig gebügelt und dann zum Einfärben wieder angefeuchtet, bevor sie mit stark verdünnter Stoff- oder Seidenmalfarbe eingefärbt wurden. Ich habe die Tücher einfach auf eine große auf den Tisch ausgebreitete Mülltüte gelegt, und habe dann meine uralte Seidenmalfarbe benutzt, diese mit Wasser verdünnt, und großzügig mit dem Pinsel aufgetragen. Das war etwas aufwändig, und hat die Rückseiten der Tücher nicht mit durchgefärbt, nicht weiter schlimm, finde ich, aber das nächste mal werde ich die Tücher ganz in die Farbe eintauchen und dann erst zum Bedrucken ausbreiten. (Ich bin ja noch in der Findungsphase.) Nach dem Einfärben wurden die Tücher mit meinen Motiven belegt. Ich benutzte zunächst getrocknete Blätter und Farne aus dem Garten, und einige aus Pappe ausgestanzte Blüten, die ich geschenkt bekommen hatte. Für das blaue Tuch nahm ich ein aus Folie ausgeschnittenes Ornament, das ich natürlich vorher vorbereite hatte.  Sollte Euch das Ornament bekannt vorkommen, so habt Ihr Recht, denn es handelt sich um das Fliesenmuster meines gerade frisch renovierten, noch nicht ganz fertigen Badezimmers, das ich schon einmal für ein Wandornament verwendet hatte.
Und nun heißt es geduldig warten, und die Sonne ihren Job machen lassen. Eine Übung, die mir immer sehr, sehr schwer fällt. 😉
Nach 4 bis 5 Stunden waren die Tücher komplett trocken, und ich konnte die Blätter und die Folie entfernen. Und ich kann Euch sagen, die Ergebnisse haben mich sehr, sehr positiv überrascht. Die Motive sind toll rausgekommen, und bei dem grünen Tuch haben sich zusätzlich die Farbpigmente getrennt, so dass bräunliche und sogar rosa Akzente entstanden sind. Sonnendruck ist eine Technik, die ich definitiv noch oft für die verschiedensten Anwendungen nutzen werde. Es schwirren schon massenhaft Ideen durch meinen Kopf. Und natürlich werde ich Euch dann wieder teilhaben lassen.

Verlinkt mit Paintparty Friday

Mok di dat kommodig,
Frauke


Sonnenschirmständer

Fischcollage

Makros von Weidenkätzchen