Boeuf Bourguignon

erstellt am 21.03.2017 von Frauke | Kategorie(n): Essen und Trinken

Schon sehr lange fasziniert mich die Französische Küche mit ihren leckeren und ausgefallenen Gerichten. Und genau so lange nehme ich mir immer mal wieder vor, klassische Gerichte aus eben dieser Küche zu kochen.
Meistens scheue ich allerdings den Aufwand. 🙁
Nun habe ich mich aber endlich einmal sozusagen aufgerafft, und ein Boeuf Bourguignon gekocht.
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Dieses Rindfleischgericht erinnert sehr an ein ganz normales Goulasch, wird allerdings durch vorheriges stundenlanges Marinieren des Fleisches und durch die Rotweinsoße doch zu etwas Besonderem.
Klassisch wird das Boeuf Bourguignon mit Salzkartoffeln und grünen Erbsen serviert. In der Soße gart man neben dem Fleisch zusätzlich kleine Perlzwiebeln, oder Schalotten und Champignons. außerdem werden je nach Rezept auch noch Stücke von Möhren dazu gegeben.
Und da sind wir schon beim Thema, offensichtlich gibt es für diesen Klassiker genau so viele Rezepte, wie Köche und Familien, die das Gericht kochen.
Ich habe mich durch diverse Kochbücher, Zeitschriften und Internetrezepte gewühlt, und am Ende meine eigene Version des Boeufs in Anlehnung an die Schnittmenge der gefundenen Rezepte zubereitet, und zwar folgender maßen:
Ich begann mit einem schönen Stück Rinderbraten aus der Keule, welches ich von meinem Schatzi in ca. 5 x 5 Zentimeter große Stücke schneiden ließ. Ich hätte das natürlich auch selber geschafft, aber er kriegt es immer besonders gut hin, gleichmäßige Stücke nach meinen Maßangaben zu schnibbeln.

Am Tag vor dem großen Kochen legte ich die Fleischstücke zunächst in eine Marinade, in der es mindestens 12 Stunden durchziehen soll, bei mir waren es sogar fast 24 Stunden.

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Und diese Zutaten verwendete ich für die Marinade:
1 ganze Flasche Burgunder Rotwein,
1 kleingeschnittene Zwiebel,
4 Zweigen frischer Thymian,
3 Zweigen frischer Rosmarin,
3 Lorbeerblätter,
1/2 Bund glatte Petersilie,
3 Zehen confierter Knoblauch und 2 Esslöffel des Knoblauchöls (Klick),
frisch gemahlener Pfeffer.
Das Fleisch wurde mit der Marinade übergossen und kalt gestellt. Während des Mariniervorgangs wurde das Fleisch mehrmals gewendet, damit die Marinade überall wirken konnte.

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Am nächsten Tag fischte ich die Fleischstücke aus der Marinade und trocknete sie gut ab. Ich schnitt 200 Gramm durchwachsenen Speck und zwei Zwiebeln in kleine Würfel, gab diese mit etwas Öl in einen Bräter, und ließ sie leicht bräunen. Speck und Zwiebeln wurden aus dem Bräter genommen, neues Öl hineingegeben, und dann wurde das Fleisch von allen Seiten sehr scharf angebraten.  Das Fleisch wurde mit 2 Esslöffeln Mehl bestäubt, Zwiebeln und Speck wurden wieder dazu gegeben, und alles wurde gut durchgemischt. Abgelöscht wurde alles mit der Marinade, die ich vorher durch ein Sieb gegossen hatte. Jetzt gab ich auch etwas Salz dazu, ließ das Boeuf einmal kurz aufkochen, stellte dann die Hitze herunter und ließ es 3 Stunden köcheln.

Inzwischen putzte ich 500 Gramm frische Champignons und 300 Gramm Schalotten und briet diese in kleinen Portionen in etwas Butter bis sie etwas gebräut waren.

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20 Minuten vor Ende der Garzeit gab ich Pilze und Schalotten zum Boeuf, und ließ sie darin mitgaren.

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Am Schluss wurde die Soße noch mit etwas Salz und Pfeffer abgeschmeckt, und mit ein wenig Speisestärke angedickt.
Gegessen haben wir das Boeuf Bourguignon klassisch mit Salzkartoffeln und grünen Erbsen.

Mein Fazit für dieses klassische französische Gericht ist, dass es wirklich sehr lecker geschmeckt hat, dass ich aber nicht wirklich den entscheidenden Unterschied zum normalen Rindergoulasch feststellen konnte. So werde ich also zumindest was dieses Rindfleischgericht angeht, zu meiner gewohnten Hausmannskost zurückkehren.
Einen Versuch war es aber allemal wert, und ich wollte Euch gerne an meinen Erfahrungen teilhaben lassen.

Wie geht es Euch? Habt Ihr schon mal Boeuf Bourguignon zubereitet? Wie ist Euer Fazit, lohnt der Aufwand, oder kann man es sich auch etwas leichter machen, ohne auf Genuss verzichten zu müssen?

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Mok di dat kommodig,
Frauke


An der Nordsee sind die Kuchenstücke einfach größer!

Holzschilder

Schafgarbe und Rainfarn


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