Unsichtbarer Kuchen – Gateau Invisible

erstellt am 22.11.2016 von Frauke | Kategorie(n): Essen und Trinken

Kennt Ihr schon den Superkuchen, den die kanadische Bloggerin Eryn kreiert hat? Den unsichtbaren Kuchen, oder da die Erfinderin französisch spricht: „Gateau Invisible“?
Das Prinzip des Unsichtbaren Kuchens ist, dass die enthaltenen Früchte und/oder Gemüse super fein geschnitten oder gehobelt werden, um dann direkt in eine winzig kleine recht flüssige Teigmenge eingerührt und gebacken zu werden. Und damit erklärt sich dann auch der Name des Kuchens: Die Menge an Kuchenteig ist so winzig, dass man ihn kaum sieht, was den eigentlichen Kuchen zugunsten der Früchte sozusagen unsichtbar macht.
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Ausprobiert habe ich nach einem Rezept von Eryn zunächst einen Apfelkuchen in zwei Varianten, nämlich einmal mit Zimt, und ein zweites Mal mit Vanille.  Dazu kam mein Apfelschäler, den ich Euch  hier schon einmal vorgestellt hatte einmal wieder zum Einsatz.

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Dieses praktische kleine Gerät schält die Äpfel in Windeseile und schneidet sie praktischer Weise gleich in eine dünne Spirale, die dann nur noch längs zerkleinert werden muss. Ideal für den Gateau Invisible.
Wer nicht über so einen Apfelschäler verfügt, hobelt die Früchte mit einer Mandoline, oder schnibbelt sie eben mit dem Messer in möglichst gleichmässige dünne Scheiben.

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Nun aber erst einmal zum Rezept des Teiges:
Die Zutaten:
1 Vanilleschote,
2 Eier,
50 Gramm brauner Zucker,
20 Gramm Butter,
100 Milliliter Milch,
70 Gramm Weizenmehl,
1 Päckchen Backpulver,
1 Prise Salz,
6 Äpfel
sowie 30 Gramm weiche Butter und 30 Gramm Weizenmehl, oder statt dessen 30 Gramm brauner Zucker zum Ausfetten und Ausstreuen der Kuchenform.

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Die Zubereitung:
Eier, Zucker und das ausgekratzte Mark der Vanilleschote in eine Schüssel geben, und kräftig rühren, bis die Masse blass schaumig ist.
Die Butter zerlassen und etwas abkühlen lassen und sie dann zusammen mit der Milch in die Eiermasse rühren.
Mehl, Backpulver und Salz sieben, hinzufügen, und den Teig so lange rühren, bis er glatt und frei von Klumpen ist.

Man gibt die vorbereiteten Apfelstücke portionsweise in den Teig und mischt sie sorgfältig unter, so dass sie von allen Seiten mit Teig bedeckt sind. Die Masse füllt man in eine Kuchenform, die nicht größer sein sollte als 20 Zentimeter im Durchmesser, glättet die Oberfläche, und backt den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad Ober-/Unterhitze für ca. 35 bis 40 Minuten.
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Das vorgestellte Rezept ist die Variante mit Vanille, für die Zimtvariante wird das Vanillemark einfach durch einen Teelöffel Zimt ausgetauscht. Ich habe inzwischen beide Varianten gebacken, finde beide lecker, ziehe den Kuchen mit der Vanille allerdings ein klein wenig vor. (Auf meinen Fotos seht Ihr einmal die Zimtvariante und dann wieder die mit Vanille. Ich hab hier lustig gemischt, weil mir so manches Foto nicht gefallen hatte, und neue Bilder konnte ich nicht machen, weil einfach kein Kuchen mehr da war… 😉 )

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Der fertige Kuchen ist saftig und lecker und hat deutlich weniger Kalorien, als herkömmlich gebackener Kuchen. Das kann man aber ganz leicht ausgleichen, indem man den Kuchen mit einem ordentlichen Klacks Schlagsahne verzehrt.

😉

Nun hätte ich doch fast vergessen, zu erwähnen, dass man den Unsichtbaren Kuchen auch in einer herzhaften Variante mit Gemüse backen kann. Das werde ich demnächst mal ausprobieren und Euch dann natürlich davon berichten.
Ist ja klar, näch?

Mok di dat kommodig,
Frauke
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Jan Vermeer

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3 Kommentare zu “Unsichtbarer Kuchen – Gateau Invisible

  1. Liebe Sandra,
    das hört sich lecker an.
    Aber die Früchte sieht man doch ganz gut, warum dann unsichtbar?
    Ich würde eher sagen, der Teig ist unsichtbar. Aber egal, Hauptsache der Genuss kommt nicht zu kurz.
    Lieben Gruß, Nicole

    • Liebe Nicole,
      Du hast es genau erfasst, der Teig ist kaum zu sehen, also unsichtbar. Und unsichtbarer Kuchen, weil der Teig ja den eigentlichen Kuchen ausmacht.
      Liebe Grüße
      Frauke

  2. Mhhhhh… Das sieht sowas von lecker aus! Die süße Variante ist genau mein Geschmack. Und als Veggi würde mich die Gemüseversion sehr interessieren!

    Insbesondere zur Weihnachtszeit probiere ich gern neues aus. Als Ersatz zur Weihnachtsgans sozusagen 🙂

    Liebe Grüße an dich liebe Frauke,
    Sandra

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